Nach dem Heimsieg im Wiederholungsspiel am Mittwoch gegen die HSG Winterbach/Weiler stand am Samstag das letzte Saisonspiel auf dem Programm.
Zu Gast war der Tabellendritte HSG Strohgäu. Die Wichtigkeit des Spiels war allen Beteiligten klar. Es musste mindestens ein Zähler geholt werden, um den Klassenerhalt der Verbandsliga zu sichern.
Wie bereits am Mittwoch gegen die HSG Winterbach/Weiler sollte die offensiv ausgerichtete Abwehr die Basis bilden.
Das Spiel startete rasant für die Gastgeberinnen. Und genau gegen diese offensive 3:2:1 Abwehr tat sich Strohgäu anfangs sichtlich schwer Lösungen zu finden. So konnten sich die Hohenloherinnen früh auf 4:0 absetzen (4. Minute). Strohgäu kam in der Folgezeit nochmals heran (7:5 – 13. Minute), doch wie schon am vergangenen Mittwoch blieben die Gastgeberinnen am heutigen Abend stabil und bauten binnen 2 Minuten den Vorsprung auf 11:5 aus (13. Minute). Die Gäste stemmten sich nochmals dagegen und kamen über Gegenstöße und einem schnellen Angriffsspiel wieder auf 1 Tor heran (13:12 – 22. Minute). Hohenlohe blieb erneut nervenstark und baute die Führung auf 17:14 zur Halbzeitpause aus.
Im Hinspiel gab man die Partie unmittelbar nach Wiederanpfiff aus der Hand. Das sollte kein zweites Mal passieren und so war das Team gewarnt. Die Abwehr stand jetzt immer besser und jedes Tor mussten sich die Gäste mühsam erarbeiten. Nur 8 (!) zugelassene Treffer im gesamten 2. Durchgang untermauert die starke Abwehrleistung. Nach vorne lief es gut, einige Situationen wurden aber zu hektisch gespielt. So blieb Strohgäu beim Stand von 19:16 (35. Minute) noch dran, ehe sich die Hohenloherinnen nach und nach absetzen konnten. In jede Angriffs- und Abwehraktion warf das Team mit großer Leidenschaft alles rein, um diese wichtigen Punkte einzufahren. Und es hat sich gelohnt. Am Ende stand ein vielumjubelter und hochverdienter 29:22 Heimerfolg.
Nach einer schwierigen Hinrunde mit wenigen Punkten gelang es dem Team mit viel Herz, Wille und Einsatzbereitschaft eine fulminante Aufholjagd in der Rückrunde hinzulegen.
Mit den 2 Siegen in den letzten beiden Ligaspielen machte die Mannschaft den Sprung vom direkten Abstiegsplatz auf den 8. Tabellenplatz fix und darf sich in ihrem ersten Jahr nach der Rückkehr in die Verbandsliga über den Klassenerhalt freuen.
Das Team bedankt sich bei allen Zuschauern und Fans für die großartige Unterstützung über die gesamte Saison hinweg.
Trotz aller Freude gehörte mit den Verabschiedungen auch der traurige Teil an diesem Abend dazu. Für die HSG Hohenlohe steht ein großer Umbruch bevor. Mit Stefanie Samer, Verena Friedl, Stephanie Dähnel, Olivia Wirth, Merle Immig, Elisabeth Schwab und Pamela Schöbel müssen leider einige Spielerinnen aus unterschiedlichen Gründen ihre Handballschuhe an den Nagel hängen. Allesamt können stolz auf langjährige und großartige Handballkarrieren zurückblicken.
Auch das Trainerteam Christian Schellhas und Sabine Reistle werden kommende Saison aus zeitlichen Gründen nicht weitermachen können und stehen dem Team nicht zur Verfügung.
Nach den Verabschiedungen wurde dann ausgelassen der Klassenerhalt und eine lange, anstrengende Saison gebührend gefeiert. Das Team wünscht allen eine schöne, handballfreie Zeit und freut sich wieder auf tolle Unterstützung in der kommenden Saison.
Gegen die HSG Strohgäu spielten: Merle Immig, Elisabeth Schwab (beide Tor), Jana Fragner (2), Stefanie Samer (2), Kathrin Bauer (3), Verena Friedl (10/5), Stephanie Dähnel (2), Hannah Gollda (1), Leonie Klenk, Michelle Wörz (2), Marie-Kristin Schmetzer (1), Ina Hernandez (1), Katja Bolay, Olivia Wirth (5), Julia Samer